Weihnachten, Schreinachten und das Ende vom Jahr

Stille Nacht, heilige Nacht! Haha…ja, so ziemlich das Gegenteil waren die Tage vor Weihnachten für meinen Mann und mich. Zunächst stand ich vor der riesigen Aufgabe von einem auf den anderen Tag wieder zu funktionieren.

Ich war nicht mehr mit meinem Mann in Elternzeit, sondern musste plötzlich alles alleine schaffen. Er hat endlich einen super Job gefunden und muss dafür sehr früh aus dem Haus. So früh, dass das gemeinsame Aufstehen/Frühstücken etc. wegfällt. Nungut, so schlimm ist es nicht. Immerhin ist da ja noch die Kita. Ja…Das hätte ich mal lieber nicht so laut denken sollen. Denn, wo einst sichere Stunden für Haushalt und co. zu finden waren, fand ich meine kranke Große. Armer Schatz…Aber die Kleine war gesund. Jeii, ein Lichtblick. Ein Kind zu betreuen ist ja ein Klacks! Auch das dachte ich zu laut und so kam es, dass meine Kleine wenige Tage später krank wurde.

Dieser Zustand hielt länger an. Zeitweise war meine Große dafür wieder fit. Im Großen und Ganzen hatte ich beinah täglich ein krankes Kind zuhause. Ein Hoch auf die Arbeitgeber, die sich scheuen, mich wenigstens einzuladen! Sonst hätte ich organisieren müssen. So war es recht simpel. Anruf kommt, ich gehe los. Egal, was ich gerade vor hatte. Mein Kind braucht mich!

Während mein Mann sich von einem langen Arbeitstag erholte, musste ich unseren Weihnachtsablauf organisieren. Immerhin hatte ich ja Zeit. Wir haben eine Abmachung, sodass er unsere beiden Mädels ins Bett bringt, während ich den Haushalt mache. Durch eine Planänderung geriet jedoch dieser ganze entspannte Weihnachtsablauf völlig aus den Fugen. Es fing an mit einem Anruf und endete beinah im Fiasko. Wenige Tage vor Weihnachten sagten wir sogar alle Termine ab. Endlich sollten die anderen sich mal nach uns richten und nicht immer nur wir. Dachten wir. Hmm…Es war keine gute Idee, kurz vor dem Fest meinen Stress auf den Stress der anderen zu laden. Alle litten darunter. Mein Mann konnte sich schlecht bei der Arbeit konzentrieren. Ich war sehr gereizt und konnte mich nicht so adventlich freuen und besinnen, wie ich es geplant hatte. Unsere Kinder spürten deutlich diese Anspannung. Jedoch öffnete mir meine Große die Augen. Nachdem ich sie fragte: „Wo möchtest du denn Weihnachten feiern?“ Antwortete sie:“Bei meiner Oma und Uropa und Uroma“. Ich sah sie an und konnte erkennen, wie sehr sie sich auf das übliche Weihnachten freute. Das Weihnachten, was ihr Papa und ich doch eigentlich anders haben wollten. Wir wollten doch einmal ganz entspannt nur zuhause sein. Meine Mutter und meine kleine Schwester kämpften sehr um Weihnachten. Besonders das Fest bei meiner Oma am 1. Weihnachtstag war sehr wichtig. Immerhin feier ich dort schon seit 26 Jahren mit und habe nie gefehlt. Mir wurde schlecht, ich konnte nicht mehr richtig essen/denken. Ich liebte dieses Weihnachten. Jedoch liebe ich auch meinen Mann. Ich möchte ihn nicht vor den Kopf stoßen und er hat auch ein gutes Weihnachten verdient. Oh man…Es ist verdammt schwer gewesen. Ich heulte, ich schrie. Ich konnte nicht mehr. In all meinem Kummer sah ich immer mehr, was ich wollte. Ich wollte: Weihnachten mit meinen Lieben! Ich wollte Weihnachten, wie es jedes Jahr ist. Wenn dies bedeutet, dass ich ein wenig mehr Stress habe als sonst, dann ist das so! Ich liebe diese Menschen zu sehr, als dass ich es auch nur ansatzweise ertragen könnte, ohne sie in diesen Tagen zu sein!

24., 25. und 26.12. Jeden Tag haben wir Termine und irgendwie muss das so sein! Meine Eltern sind geschieden. Dennoch sehe ich meinen Papa jedes Weihnachten. Dabei ist es schon fast egal, ob es am eigentlichen Fest ist oder eben einen oder zwei Tage danach. Dieses Jahr ist es aber der 24. geworden. Somit gab es wirklich keinen Tag mit Verschnaufpause. Eigentlich!

Während die Tage vor Weihnachten eher zermürbend waren, begann mein Heiligabend dieses Jahr völlig verrückt. Vor lauter Aufregung, wie unsere beiden Mädels auf die Geschenke reagieren würden, haben mein Mann und ich bereits am Morgen die Bescherung veranstaltet. Es war sehr schön und idyllisch. Unser Familientreffen war erst am Abend und somit hatte ich auch Zeit, ein wenig runterzukommen und mich zu entspannen.

Wie mach ich das am besten? Na, ich stricke! Schnell meine 9er Stricknadeln herausgeholt und schon kann es beginnen. 🙂 Meine Große kochte mit ihrem Papa in der Küche und meine Kleine hielt ein Schläfchen. Somit konnte ich ohne schlechtes Gewissen ein wenig stricken.

Als wir abends zurück kamen, waren wir beide k.o. Aber ich bemerkte, wie sehr mein Mann und meine Kinder den Abend genossen haben. Auch mich erfasste wieder dieses unbeschreibliche Gefühl von Wärme und Dankbarkeit. Es war so schön, nach all den fiesen Worten doch noch ein schönes Weihnachten zu feiern.

Während mein Mann unsere Kinder ins Bett brachte, genehmigte ich mir das letzte Stück von unserem Weihnachtskuchen——> Stracciatella Kirsch-Torte….Yummi!

 

mein Bild, meine Hand^^

Es hat schon etwas sehr feines, wenn man nicht so viel Mittagessen isst, um Platz für Kuchen zu haben.^^Ich denke, diese Torte wird es öfter geben.

mein Bild, meine Arbeit und Hand, Anleitung in meinem Kopf

Was das wohl wird? Etwas sehr wichtiges im Winter fehlt mir schon seit einer ganzen Weile. Ich habe es schon oft versucht, aber nie war ich zufrieden. Aber nun langsam freunde ich mich mit meiner Arbeit an.

mein Bild, meine Arbeit und ich auf dem Bild^^Anleitung ist in meinem Kopf entstanden

Ein Stirnband! Jeiiiiiiiiiii! Wieso habe ich nicht wieder eine Mütze gestrickt? Nunja, ich trage fast immer einen Zopf und da sind Mützen unpraktisch. Sie stehen mir lediglich mit offenen Haaren. Das Stirnband sieht ziemlich bekloppt aus, wenn ich offene Haare habe. Also nutze ich dafür weiterhin meine Mütze. Das Bild habe ich übrigens gemacht, bevor ich vernäht habe. Daher seht ihr die zwei dicken Wollfäden.

mein Bild, meine Arbeit, meine Anleitung und ich

Zu guter Letzt möchte ich euch noch kurz erzählen, wie ich gestrickt habe. Zunächst habe ich so viele Maschen angeschlagen, dass mir das Stirnband locker über die Ohren passt. Anschließend strickte ich so lange mein Muster bis das Stirnband um meinen Kopf passte. Bei dem Muster entschied ich mich für mein Faulimuster. Dafür hebt ihr die erste Masche immer ab und strickt die 2. rechts, die 3. hebt ihr ab und so weiter. Am Ende der Reihe wird die Masche stets rechts bzw. in Rückreihen links gestrickt.

Also:

  1. Reihe: 1. Masche abheben, 2. Masche rechts, 3. Masche abheben, 4. Masche rechts, 5. Masche abheben bis zur letzten Masche, die ihr rechts strickt.
  2. Reihe: 1. Masche abheben, danach werden alle Maschen links gestrickt
  3. Reihe (wie die 1. Reihe)
  4. Reihen (wie die 2. Reihe)

Ihr wiederholt so lange die Reihen 1 und 2 bis ihr die gewünschte Länge erreicht habt.

 

Morgen ist der letzte Tag des Jahres und ich habe wieder einen Tag, auf den ich mich sehr freuen kann. 🙂 Ich liebe Silvester! 🙂 Jedoch feier ich nicht nur das Ende vom Jahr 2017…Nein, ich habe tatsächlich im Sommer einen Berufsstart vor mir! 🙂 Es geht endlich wieder voran bei mir! 🙂 Ich blicke sorgenfrei in die Zukunft und das ist auf jeden Fall ein Grund, morgen zu feiern! 🙂

Ich wünsche euch einen schönen Jahresabschluss und heute einen wolligen Samstagabend! 🙂

Liebe Grüße

Rini

 

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