Mein Fauli-Tuch inklusive Anleitung

Hallo ihr Lieben,

Ich war ein paar Tage bei meiner lieben Familie in meiner alten Gegend. 🙂 Es war total schön und gleichzeitig anstrengend. Wir reisten mit zwei Zügen und einem Bus an. Dies allerdings mit 2 Kleinkindern. Mir war es ganz wichtig, dass niemand extra für uns fahren muss, um uns abzuholen. Mein Plan ging Trotz Sturm auf. 🙂 Da saß ich also…Wieder in meinem alten Bus. In dem Bus, in dem ich saß, als ich meinen ersten Kuss von meinem allerersten Freund bekam. Ich saß in dem Bus, in dem ich so viele Jahre gedankenversunken durch die Fenster sah. Es war nicht der alte orange-weiß-farbene Salaske-Bus. NEIN! Dieser war total neu und sagte sogar die Haltestellen an…als wären wir in einer Großstadt!

Früher hatte ich so viel Zeit, über unnütze Dinge nachzudenken. Habe ich die Aufgabe Nummer 2 in der Matheklausur richtig oder doch falsch verstanden? Wieso spricht Jessi nicht mehr mit mir? Findet mein Schwarm mich auch süß? Waren die Pringles Sour Cream eine gute Wahl oder hätte ich lieber Kekse kaufen sollen?

Jetzt hatte ich kaum Zeit zum Denken. Viel mehr war ich damit beschäftigt, meine Kleine bei Laune zu halten. Abwechselnd konnte ich sie meinem Mann geben und mich stattdessen um unsere Große zu kümmern. Sie fand die Busfahrt total cool. In kleinen Momenten sah ich meinen Mann an und sagte immer wieder: „Guck mal! Weißt du noch damals?“ Unsere alte Schule, unsere alte Gegend. Dieser Bus war so viel mehr für uns als nur eine Beförderung von A nach B. Er bedeutete den Anfang von unserer Beziehung. Mit dem Bus fuhr ich nach Hause, nachdem ich mein aller erstes Date mit meinem jetzigen Mann hatte. Er ließ seinen Bus abfahren, um noch 5 Minuten länger an meiner Seite sein zu können. Der Arme musste 1,5 Stunden auf seinen nächsten Bus warten. Egal..Hauptsache ich bin bei ihm…und wenn es nur 5 Minuten sind.

Nun sind wir Eltern. Unsere beiden haben jetzt auch einmal eine Fahrt mit dieser Linie gemacht, sind mit uns meinen alten Busweg gegangen und haben die alte Arbeitsstelle von meinem Mann gesehen. Es war wirklich toll!

Als ich wieder in Lübeck war, wollte ich unbedingt nach den Strickteilen schauen, welche ich extra vor unserer Abfahrt per Hand gewaschen hatte und draußen auf dem Balkon aufgehängt hatte. Endlich, endlich kann ich mein Tuch tragen! 🙂 Mein Tuch ist fertig geworden und ich war anfangs zu faul, um es zu waschen und zu spannen. Doch nun hatte ich es getan. Es hing mindestens 4 Tage draußen auf dem Balkon. 🙂 Es ist nun perfekt! Die ca. 10000 Wäscheklammern am Tuch haben ganze Arbeit geleistet. Es schlottert nicht, das Muster kommt super zur Geltung! Wieso war ich nochmal gegen das Spannen von Strickteilen? Ich liiiiebe es!

🙂 Ich habe übrigens Sockenwolle verwendet. Falls ihr mal keine Socken mehr stricken wollt, strickt doch ein Tuch?! 🙂

mein Bild, meine Arbeit, meine Anleitung (Ich mit meinem Tuch.)

Grobe Anleitung:

Ihr beginnt mit einer einzigen Masche. Anschließend wird am Anfang jeder Reihe eine Masche zugenommen. Ab der 3. Reihe begann ich mit Randmaschen. Diese sind wichtig, damit euer Tuch sich nicht am Rand zusammen rollt. Dafür hob ich die erste Masche stets ab und die letzte wird immer rechts gestrickt. Mit den Zunahmen hört ihr auf, sobald ihr das Tuch beenden wollt.

Reihe 3:       1. Masche abheben, aus dem Querfaden der 2. Masche, 1 Masche zunehmen und anschließend das Muster beginnen

Das Muster ist wieder ein ganz einfaches: Rechts, rechts, rechts, links, links, rechts, rechts, rechts, rechts, links, links, links in den Hinreihen. Außerdem habe ich am Anfang jeder Reihe 1 Masche zugenommen. Die Rückreihen stricke ich stets glatt rechts. In den Hinreihen habe ich immer wieder variiert, mal rechts, rechts, links, links, links, links…Da könnt ihr euch austoben. Wichtig sind die Zunahmen, damit euer Tuch eine schöne Dreiecksform bekommt. 🙂

 

mein Bild, meine Arbeit, meine Anleitung (Ich mit meinem Tuch.)
mein Bild, meine Arbeit, meine Anleitung (Ich mit meinem Tuch.)

Es ist auch sehr warm und trotzdem leicht. Außerdem passt es endlich zu mir! Dieses Tuch wird mein Mann nicht bekommen. 🙂

Nun muss ich nur noch eine neue Mütze stricken. Die graue Mütze werde ich meiner Tochter schenken. Sie steht ihr viiiiel besser. 🙂

Wünsche euch noch einen wolligen Montagabend. 🙂

Liebe Grüße

Rini

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