Mein erstes Tuch

Hallo ihr Lieben,

Nach meinem letzten Beitrag wollte ich euch mal wieder etwas zeigen, womit ich mich zur Zeit beschäftige…Ich stricke mir ein Tuch. „LANGWEILIG“, dachte ich früher. Nun sehe ich das auf einmal anders. Immerhin ist es schon ein Unding, wie mein Winter-Outfit aussieht: Industriell hergestellte Mützen und Schals. Ist so etwas als Strickerin aus Leidenschaft vertretbar? NEIN!

Ich möchte mich in warme selbstgemachte Schals/Tücher kuscheln und stolz darauf sein! Den Gedanken hatte ich schon oft, aber es kamen andere Projekte dazwischen. Manchmal möchte ich auch einfach nicht das machen, was alle in der Facebook-Gruppe gerade stricken. Versteht mich nicht falsch; Ich liebe die Werke, die dort präsentiert werden. Aber, wenn jeder gerade ein bestimmtes Top oder Tuch werkelt, dann hält es mich stets ab, genau das zu machen.

Nun habe ich Lust auf ein Tuch bekommen. Es ist mein allererstes Tuch. Selbst, als ich nur häkelte, habe ich nie ein Tuch gefertigt. Anfang des Jahres hatte ich bereits aus der selben Wolle versucht, ein Tuch zu stricken. Dann hatte ich keine Lust mehr und ribbelte es auf. Leider ist die Wolle sehr zickig und macht es mir schwer, meine Launen durchzuziehen.

Immer wieder riss mir die Wolle, da es sich um Schurwolle handelt, welche äußerst einfach versponnen wurde. Mir gefällt die Wolle aber so sehr, dass es mir egal geworden ist, immer wieder kleine Knäule zu bilden, um weiterzukommen. Manchmal, wenn ich gerade schon wieder am entwirren bin, entstehen komische Bilder, wie hier…

mein Bild…meine Arbeit und mein Gesicht…äh und sonst gehört auch alles mir^^ xD

Beim Ribbeln geschieht es nicht selten, dass die Wolle mich anspringt und ich eine merkwürdige Kopfbedeckung erhalte.

Es gibt aber auch einen Vorteil an dieser fiesen Wolle: Ich benötige weder Schere noch Fadenabschneider. Stattdessen kann ich die Wolle reißen. Mittlerweile mache ich mir nicht einmal mehr die Mühe, die Fäden nach dem Frankfurter Knoten abzuschneiden, sondern stricke sie einfach mit bzw. versuche sie mit dem Hauptfaden zu verfilzen.

mein Bild

Nach der ganzen Arbeit gibt es immer wieder Pausen, wo ich die Wolle kurz in Ruhe lasse und nicht weiter über irgendwelche Intrigen von den Knäulen nachdenke.  Ja, es ist eine Tiefkühlpizza und ich nehme mir nun vor, keinerlei Fertigfraß mehr zu mir zu nehmen. Bekomme derzeit Pickel davon. Außerdem ist da ganz viel ungesunder Krams drin. Meine Kinder sollen sowas auch nicht bekommen. Also wieso futter ich dann dieses Zeug? Faulheit. Wenn das Zeugs alle ist, werde ich nichts in der Richtung mehr kaufen. Das wird mein Ziel sein! Also, tschüss Pizza! Ich habe dich gern gehabt und du hast mir schon oft geholfen! Nun werde ich dich wieder lieber selbst backen und somit schmeckst du noch besser! Da ich zurzeit eh nicht einkaufen kann, kauft mein Mann ein. Wir haben nun einen Deal abgemacht und jedes Mal, wenn er Blödsinn kauft, wandert 1 € in ein Sparschwein. Bin mal gespannt, wie viel am Ende des Jahres im Schwein gelandet ist. xD

Wie dem auch sei. Wollt ihr wissen, wie ich das Tuch begonnen habe? Es fing alles mit einer Masche an. In der nächsten Reihe nahm ich 2 Maschen zu. Danach nahm ich wieder 2 Maschen jeweils am Rand zu und so geht es immer weiter bis ich meine gewünschte Breite erhalten habe. Diese ermittel ich, indem ich mir das Tuch um den Hals lege. Noch sieht es eher so aus, als würde ich noch Monate brauchen.^^ Achja, ich stricke übrigens immer wieder unterschiedliche Muster, um mich bei Laune zu halten. Zudem arbeite ich stets mit Randmaschen. Dafür nehme ich die erste Masche ab und stricke die letzte rechts.

Auf diese Weise macht mir das Tuchstricken richtig viel Spaß. Ich habe kaum Sachen, worauf ich achten muss und kann dies prima nebenbei stricken. Habe ganz vergessen zu sagen, dass ich nach ca. 20 cm Höhe aufgehört habe, in jeder Reihe Maschen zu zunehmen. Jetzt stricke ich in den Hinreihen die Zunahmen. Die Rückreihen sind stets glattrechts gestrickt, unabhängig welches Muster ich gerade verwende.

mein Bild, meine Arbeit, mein Körper und meine Anleitung

Das ist der aktuelle Zwischenstand. Mal schauen, wie es noch wird. Ich versuche auch, den Farbverlauf zu wahren, wenn ich immer wieder den Faden neu ansetzen muss. Hoffentlich kann ich bald normal weiter stricken, ohne dass ich kleine Knäule wickeln muss.

Ich strick dann mal weiter und wünsche euch noch einen wolligen Sonntag. 🙂

Liebe Grüße

Rini

PS.: Mit so einem T-Shirt würde ich nicht rausgehen. Das ist mein Couch-Strick-Krank-Look.^^

2 Gedanken zu „Mein erstes Tuch

  1. Christin sagt:

    Ich wünsche dir gute Besserung. Deine Anleitung hab ich nicht ganz verstanden aber das wird noch muss es mir nur oft genug durch lesen. 😂

    • riniswollkiste sagt:

      Hallo Christin, danke dir. 🙂 Was hast du denn an der Anleitung nicht verstanden? Würde dir gerne helfen. :)Ja, manchmal muss man Anleitungen so lange lesen, bis man sie versteht. Mir ging es mit den Dropsdesign-Anleitungen so. 🙂 Liebe Grüße, Rini

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*