Bademode häkeln Teil 6

Es ist eine unendliche Geschichte, die hoffentlich bald aufhört…Hallo, ihr Lieben!

Ich kann es kaum glauben, aber irgendwie möchte ich den Traum eines selbstgehäkelten Bikinis noch immer nicht aufgeben und das, obwohl ich wahrscheinlich in 3 Monaten vielleicht wieder schwimmen darf?! Hmm…Ok, dann wird der Sommer zu Ende sein. Aber ich bin stolze Besitzerin einer 10er Schwimmkarte und einige Besuche sind noch drin. Schon merkwürdig: Als ich mit dem Häkelbikini anfing, war mir klar, dass ich noch einmal wahrscheinlich operiert werde. Dennoch fand ich die Idee super, eines Tages einen Häkelbikini zu besitzen. Die leise Hoffnung, nicht operiert zu werden und einen unbeschwerten Sommer mit massig Ostseebesuchen zu erleben, trieb das Projekt voran.

Jetzt weiß ich, was alles auf mich zukommt und hmm…Es fällt mir sehr schwer, daran zu arbeiten. Er ist nun fast fertig, aber einerseits habe ich angst, dass er mir wieder nicht stehen wird und zudem fehlt mir der Anreiz, ihn fertig zu stellen. Wenn ich eh in absehbarer Zeit nicht schwimmen kann, wieso sollte ich einen Bikini häkeln?

Wisst ihr, was ich mit dem Bikinioberteil vom letzten Jahr gemacht habe? Ich habe es meiner kleinen Schwester geschenkt und sie findet ihn schön. 🙂 Sie hat ihn zwar noch nicht im Wasser angehabt, aber sie mag ihn und das ist wichtig für mich. Somit war die Arbeit nicht umsonst.

Wie dem auch sei…Hier seht ihr die Entstehung meines neuen Bikini-Oberteils.

mein Bild, meine Arbeit, Anleitung von „DAS HAT MARK GEMACHT“ inspiriert und teilweise übernommen bei den Cups

Als grobe Unterlage verwendete ich ein Bustier-Top, welches ich vor kurzem bei H&M kaufte. Da ich keine Lust hatte, ständig das Maßband anzulegen, war das eine herrliche Erleichterung. Ab und an legte ich meine Arbeit auf das Top und konnte so immer gut sehen, wie viel ich noch häkeln muss. Wie ihr gut sehen könnt, habe ich mit dem Steg unten begonnen. Dafür häkelte ich einfach ein Band in der Breite meines Tops.

mein Bild, meine Arbeit…….meine Hand und Knäuel^^

Die Wolle ist die selbe wie letztes Jahr. Ich hatte viel zu viel gekauft. Zum Glück! Sonst hätte ich nämlich mein Kaufverbot brechen müssen. Ich finde die Farben noch immer wahnsinnig schön und eigentlich ist es auch ein wahrer Traum damit zu arbeiten…EIGENTLICH…

Meiner Wolle ist es aber wurscht, dass ich gerade operiert wurde und eine ganze Zeit lang nicht in der Lage war, mit der Wolle zu kämpfen…Sonst würde sie nicht immer folgendes tun…

meine Wollkotze…meine Arbeit.. mein Bild

Sie verwandelt sich auf magische Weise in Wollkotze! Grr…Egal, was ich auch mache! Kurz nicht hingeguckt und schon ist alles irgendwie ein Haufen aus gefühlt 1000 Fäden. Ok…vielleicht lag es an mir? Vielleicht war es zu viel, dass ich die Wolle aus ihrem gewohntem Umfeld riss und sie in nervige Räume wie einem Wartezimmer bzw.  Krankenzimmer verarbeiten wollte? Hat sie etwas gegen Reisen? Auf meiner Couch hat sie sich bisher gut benommen. Nur seit ich mit ihr im Krankenhaus war, ist sie verknäuelt. Vor Ort habe ich dann geschnitten, geflucht und letztendlich viel weniger gehäkelt, als es bei mir üblich ist.

mein Bild, meine Arbeit, meine Hand..Anleitung von „DAS HAT MARK GEMACHT“ inspiriert

Das sind die letzten Zentimeter vor dem großen Wollwirrwar. Das war meine neueste Strategie…Einfach aufhören zu häkeln, wenn es verknäuelt. Da half nur noch die Schere…Mithilfe des neuen Anfangs konnte ich dann ein wenig mehr Faden freibekommen und weiterhäkeln.

mein Bild, meine Arbeit, mein Körper…Anleitung von „DAS HAT MARK GEMACHT“ inspiriert

Nach langem Entwirren und zig schlimmen Wörtern meinerseits war der erste Cup fertig. Die Maschen nahm ich übrigens per Augenmaß ab. Dafür häkelte ich anfangs nur die ersten beiden und die letzten beiden Maschen zusammen und später wurden es immer mehr. Zwischendurch legte ich stets meine Arbeit auf das Top, um zu schauen, ob ich weiter Maschen abnehmen muss oder nicht. Außerdem markierte ich mit einem schwarzen Baumwollfaden die Mitte meines Bikinis.

mein Bild, meine Arbeit, Anleitung von „DAS HAT MARK GEMACHT“ inspiriert

So sieht er nun aus…Mein Bikinioberteil…Jetzt fehlen nur noch die Träger unten für den Steg. Das wäre eine Sache von maximal einem Abend. Leider habe ich gerade Schmerzen und kann mich dazu nicht aufraffen. Stattdessen habe ich ein Tuch angefangen, was ich jetzt schon tragen kann. Naja…wenn es fertig ist..^^

mein Bild, meine Hand…Zeitschrift Sabrina

Bis vor kurzem habe ich noch sehr viel in meinen Zeitschriften nach einem neuen Projekt gesucht. Ich hatte die Vorstellung, den Pulli vom Titelbild nachzuarbeiten. Die Wolle wäre wahrscheinlich auch recht schön dafür. Darauf hatte ich aber keine Lust. Es wäre wieder blau gewesen und ich habe schon zu viel in blau gemacht…zumindest vor kurzem.

mein Bild von meinen Zeitschriften

Ich habe mir etwas angewöhnt : Ich kaufe Zeitschriften. Früher wollte ich am liebsten jede Anleitung umsonst haben, weil ich eh keine Anleitung verstanden hatte. Jetzt sieht es anders aus und so manche Zeitschrift hat mir schon sehr geholfen. Zudem liebe ich es, meine Zeitschrift durchzublättern und etwas in den Händen zu halten. Das spricht zwar sehr gegen meine sonstige Einstellung hinsichtlich Umweltbewusstsein. Jedoch finde ich es hier nicht schlimm. Wieso dies so ist,  weiß ich nicht. Es macht mich glücklich, wenn ich gerade traurig bin, in meinen Büchern und Zeitschriften zu blättern.

Wie seht ihr das mit kostenpflichtigen Anleitungen?  Schreibt mir gerne. 🙂

Ich werde nun erstmal mein Tuch weiter stricken und wer weiß, vielleicht nehme ich noch ein paar Bücher dazu für ein paar schöne Muster. 🙂

Wünsche euch einen schönen wolligen Sonntagabend.

Liebe Grüße

Rini

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