Rock stricken aus Bobbel Teil 6

Guten Abend ihr Lieben,

Uff…am 23. Januar schrieb ich euch das letzte Mal. In der Zwischenzeit habe ich einiges geschafft, aber das kommt in einen anderen Beitrag. Viel wichtiger ist es mir, euch von den Weihnachtsgeschenken zu berichten. Ich hatte ja den Plan, dass alle Mädchen einen Rock bekommen aus dem selben Bobbel.

Anfangs dachte ich noch, dass es nicht klappt, aber ich verrate euch etwas…Es hat tatsächlich funktioniert. Zwar musste ich auf die letzten Meter wieder mit Fehlern zurechtkommen, aber es hat sich gelohnt.

Zunächst strickte ich noch an meinem verdrehten Rock und ahnte nichts schlimmes, als ich nach stundenlanger Strickerei beschloss, dass es nun Zeit ist, mich hinzulegen und nur noch von Strickprojekten zu träumen. Ich legte mein Werk so sorgsam weg, wie ich es eben um 1 Uhr nachts ca. schaffen konnte. Eigentlich könnt ihr euch bestimmt schon denken, was mich dann am nächsten Strickabend erwartete?

mein Bild, meine Arbeit und Anleitung

Ich nahm mir meine Strickarbeit vor und wunderte mich noch, dass die Maschen sich so anders anfühlten. Irgendwie wirkte alles ein wenig locker…LOCKER?…Oh nein!

Doch..es war geschehen. Ich habe vor lauter Müdigkeit, nicht darauf geachtet, dass die Maschen wohl sehr nah am Anfang der Nadel saßen. Somit verabschiedeten sich ein paar Maschen, als ich an dem Rock weiter arbeiten wollte.

meine Hand, Anleitung, Arbeit und mein Bild

Zum Glück bin ich mittlerweile Profi im Maschen wiederfinden und schnellstmöglich zurück auf die Nadel bringen, dass ich nur ca. 10 Minuten zu tun hatte. Schock und Schnappatmung waren in diesen 10 Minuten inbegriffen.

Als ich mich einigermaßen wieder gefangen hatte, stellte ich fest, dass ich nur noch 3 Tage bis zum 25. Dezember hatte. Dies war meine Deadline. Ich musste dann fertig sein, damit alle kleinen Mädels ihren Rock tragen könnten und ich ein schönes Foto machen kann.

Pläne sind doch was schönes, nech?

Ich arbeitete Tag und Nacht an meinem Projekt. Sobald ich irgendwie Zeit hatte, musste der Rock bearbeitet werden. Das Resultat seht ihr hier.

mein Bild, meine Arbeit und Anleitung

Durch die Verdrehung ist es ein ganz besonderer Rock geworden. Ich mag ihn sehr sehr gerne. Aber ich konnte nicht lange den Rock anstarren und mir auf die Schulter klopfen, sondern musste den letzten Rock für meine Tochter fertigstellen bzw. anfangen. 😉

Rock für meine Große, mein Bild, meine Arbeit und Anleitung

Da es durch diversen Weihnachtsstress und akuter Ich-kann-nicht-stricken/häkeln-Gitis nun nur noch 1,5 Tage bis zum 25. Dezember waren, legte ich einen Zahn zu. Da es so schnell ging, habe ich leider kaum Bilder von der Fertigung des Rockes machen können. Es existiert ein einziges, welches ich bei Instagram hochgeladen habe.

mein Bild, meine Arbeit und Anleitung

 

Ich kann auch kaum sagen, wie ich den Rock gemacht habe. Aufgrund diverser Wutanfälle beim Versuch eines Maschenanschlages, habe ich irgendwann verstanden, dass der Bobbel nun verhäkelt werden möchte. Ich tat ihm den Gefallen und häkelte feste Maschen, halbe Stäbchen und Büschelmaschen. Der beigefarbene Teil des Rockes besteht nur aus halben Stäbchen mit einer Häkelnadel Stärke 6. Ansonsten verwendete ich, mein ich, Häkelnadel 3,5.

mein Bild, meine Arbeit und Anleitung

In der Reihenfolge habe ich die Rocke angefertigt. Hier könnt ihr schön erkennen, dass sie alle aus dem selben Farbverlaufsbobbel entstanden. 🙂

mein Bild, meine Arbeit und Anleitung

Eigentlich wollte ich euch hier ein Bild zeigen, was die 3 Trägerinnen anonym zeigt, aber es kam anders, als gedacht. Ich habe leider trotzt mehrfachem Messen und etlichen Neuanfängen, das Bündchen zu wohlwollend gemacht. Deswegen passen die Röcke nicht auf anhieb. Moral von der Geschicht: Meine Tochter trug ihren Rock, ihre Cousinen gaben die Röcke ihren Stoff-Pferden. In den Röcken steckt sehr viel Arbeit. Ich habe stunden…tagelang gegrübelt, ausprobiert und ausgemalt. Ich habe mir vorgestellt, wie schön es gewesen wäre, wenn alle einen Rock tragen und man beim genaueren Hinsehen vielleicht sieht, dass die Röcke einen Farbverlauf haben und trotz der Verschiedenheit zusammen gehören.

Ich hätte mich sehr über ein Bild gefreut, wo ich sehe, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

Naja…Daraus lerne ich: Lieber nicht zu viel erwarten und doch bessere Arbeiten verschenken. Außerdem überlege ich, vielleicht noch ein paar Jahre zu warten, bevor meine Nichten wieder etwas selbstgemachtes von mir bekommen.

Bin ich da zu sensibel? Wie handhabt ihr das mit selbstgemachten Geschenken?

Nun werde ich aber an einem weiteren Projekt weiterarbeiten.

Wünsche euch noch einen schönen wolligen Freitagabend.

Liebe Grüße

Rini

 

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