Kinderpullover reparieren mit Wollresten

Hallo ihr Lieben,

Erinnert ihr euch noch an den Pullover aus Sockenwolle für meine Kleinste? Sie trägt diesen sehr oft. So war es auch bei meinem letzten Besuch in meiner Heimat. Meine Mutter sagte noch zu ihr: „Und wenn du einen Faden findest, dann zieh kräftig daran!“ Was haben wir doch alle dabei gelacht. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass aus diesen wenigen Worten bittere Realität wurde. Kaum waren wir zuhause, musste ich sie bettfertig machen und dann sah ich es…

Ein böser gemeiner Faden guckte frech aus meinem liebevoll gestricktem Pulli heraus! Wenn ihr wüsstet, zu welchen Zeiten ich den Pulli strickte…Einmal strickte ich an dem Pullover, als ich viel zu früh Wehen bekam und dann…Ja..dann verschwanden die Wehen auf einmal. Ich entspannte mich damals so sehr beim Stricken, dass meine Kleine kein Frühchen wurde! Obwohl sämtliche Ärzte sich schon auf eine Frühgeburt einstellten, schafften wir es! Dieser Pullover wurde fertig, bevor unsere Kleine kam. Sie hatte ihn an, als wir endlich nach Hause kamen. Mit diesem Pulli verbinde ich so viel mehr…
Und nun soll dieser Liebesbeweis an meine Tochter durch diesen hinterhältigen Faden aufgelöst werden?! NEIN! Das lasse ich nicht zu!

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fieser Faden, meine Arbeit und mein Bild, Anleitung aus dem Buch „Kuscheliges für die Kleinen“

Ausgerechnet am Ärmel befand sich der Faden. Abschneiden war keine Lösung, da sich das Gestrickte sonst wohl oder übel sehr schnell in Wollkotze auflösen würde.

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meine Hand, meine Arbeit und mein Bild, Anleitung aus dem Buch „Kuscheliges für die Kleinen“

Also musste ich, mein anderes Projekt zur Seite legen und schnell reparieren.

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mein Bild, meine Arbeit, Anleitung aus dem Buch „Kuscheliges für die Kleinen“

Oben seht ihr meine „Erste-Hilfe-Tasche“ für Notfälle beim Stricken bzw. für die Vollendung. Es handelt sich um meine alte Federtasche, welche nun ein Zuhause für Stricknadeln, Nadeln, Maschenmarkierer, Wollreste, Schere, Häkelnadeln und mein Maßband umfunktioniert wurde.

Zum Glück hatte ich noch Reste von der Sockenwolle für den Pulli.

 

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meine Hand, mein Bild, meine Arbeit, Anleitung aus dem Buch „Kuscheliges für die Kleinen“

Da es sich um eine Farbverlaufswolle handelt, musste ich, um einen perfekten Farbübergang zu gewährleisten, zunächst so weit die Wolle abwickeln, bis ich an dem Bordeaux-Rot angekommen war. Ich wollte aber keine Wolle verschwenden und somit verlängerte ich einfach den Pullisaum.

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mein Bild, meine Arbeit

Ich häkelte abwechselnd feste Maschen und Stäbchen sowie Doppelstäbchen. Dadurch kam ich sehr schnell voran. Beim Häkeln kommt bei mir allerdings schnell Langeweile auf. Deshalb wechselte ich zwischen der linken und der rechten Seite stets ab. Mal häkelte ich auf der linken Seite des Pullis, mal auf der rechten Seite. Dies hatte den netten Nebeneffekt, dass sich das Maschenbild stets veränderte, ohne dass ich komplizierte Muster verwenden musste. ^^

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mein Bild, meine Arbeit, Anleitung aus dem Buch „Kuscheliges für die Kleinen“

Als ich bei der bordeauxroten Farbe ankam, häkelte ich lediglich feste Maschen und vernähte anschließend den Faden am Ärmel. Besonderes Augenmerk legte ich auf das Fäden-Vernähen. So etwas Schlimmes durfte niemals wieder passieren!

Habt ihr auch schon einmal so etwas erlebt? Wie habt ihr darauf reagiert? Gibt es eine Fäden-Vernäh-Technik, welche bombenfest hält?
Schreibt mir gerne eure Erfahrungen. 🙂 Wünsche euch noch einen wolligen Donnerstag. 🙂
Liebe Grüße
Rini

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