Bobbel verarbeiten Teil 13

Guten Abend ihr Lieben,

Es raschelt neben mir…Der Regen prasselt auf die Erde und leise höre ich, wie mein Mann unsere Kleine ins Bett bringt. Eine außergewöhnlich entspannende Umgebung, in der ich mich gerade befinde. Super, wenn ich mich so sehr auf meinen Mann verlassen kann.

Seit 5 Tagen habe ich nicht mehr gebloggt und obwohl heute Montag ist, habe ich mich entschieden, mal eine Ausnahme zu machen. Normalerweise mag ich keine Montage wie Garfield. 😉 Jedoch ist es mir heute besonders wichtig, zu bloggen. Ihr glaub ja nicht, was bzw. wer mich in diesen 5 Tagen abhielt zu schreiben. Unter anderem war es mein zahnendes kleines Wunder, mein großes nicht schlafen-wollendes Wunder, meine Wette mit meinem Schatz, Papierkram, Schlafmangel, Zeitmangel und zu guter Letzt: Mein böser böser Bobbel.

Ich hatte keine Lust, wieder ein Wutposting zu verfassen und somit musste ich dafür sorgen, dass mein Bobbel mich nicht weiter drangsalieren kann. Er hatte richtig Spaß dabei, mir immer wieder Hoffnung zu machen, um dann doch mein armes Häkel/Strickherz tief zu erschüttern. Dieser gemeine Bobbel!
Zuletzt hatte ich euch ja berichtet, dass alles gut wäre. Ich müsste nur das Top/Kleid zur Runde schließen und dann könnte ich weiterstricken/häkeln. Tja! Leider war der Bobbel anderer Meinung! Nach 2 Reihen heiterem Stricken legte ich mein Projekt für die Nacht erst einmal „schlafen“. Als ich am nächsten Tag fröhlich weiter arbeiten wollte, stellte ich schockiert fest, dass sich ein riesengroßer Knäul inmitten meiner Strickwolle gebildet hatte. OK..vom letzten Ribbeln musste ein Knäul gewesen sein, welches ich in den Bobbel steckte..ABER das, was mich nun anblickte, war nicht nur dieses Knäul. Es war ein Monster für alle Handarbeiter! Ich hatte noch 10 cm freie Wolle zum Stricken, ehe ich schon am Wollmonster angelangt war. Traurig und wütend begann ich, die Wolle irgendwie zu entwirren. Nach 2 Stunden holte mich mein Alltag wieder ein…Was hatte ich geschafft? Vielleicht 5 cm entwirrte Wolle..mehr nicht! Das ist doch zum K****! Die nächsten Abende waren nicht besser. Nach gefühlten 100 Stunden des Entwirrens entschloss ich mich dazu, die Schere einzusetzen. In der Hoffnung, dass es endlich voran ginge, schnitt ich immer wieder. Die Enttäuschung war groß, als ich bemerkte, dass wieder mindestens 3 Stunden vergangen waren, ohne dass ich einen Erfolg verbuchen konnte. Ich verabschiedete mich, von dem Wunschdenken, einen nahezu perfekten Bobbel zu behalten.
Am Ende hatte ich sage und schreibe 4 Knäule Wolle und 1 Bobbel. Um später nicht so viel zu vernähen, knotete ich die Knäule mit dem Frankfurter Knoten am Bobbel fest. Ich glaube, am Samstag war ich zum ersten Mal seit langem wieder in der Lage, zu stricken.

DSCN3402

mein Bild, meine Arbeit und Hand, Anleitung von DROPS Design

Und da ich einiges nachholen musste, machte ich die Nacht erneut zum Tag. Ich wollte unbedingt einen Fortschritt sehen und vielleicht noch in diesem Sommer mit dem Top/Kleid fertig werden.0.0

DSCN3403mein Bild, meine Arbeit und Hand, Anleitung von DROPS Design

Ich habe nun wieder mit Nadelstärke 5 gestrickt. Anfangs wollte ich im Bündchenmuster stricken (2 rechts, 2 links), aber das war mir zu mühselig. Gerade bei so vielen Maschen, möchte ich ungern so ein Muster stricken. Anschließend wählte ich wieder mein Lieblingsmuster aus: 1 Masche rechts abheben, 1 rechtsstricken, in der nächsten Runde alle Maschen rechts stricken. Einige Runden strickte ich auch glatt rechts.

Eigentlich hatte ich überlegt, nun zur Häkelnadel zu greifen. Jedoch muss ich erst schauen, wie das Oberteil nun sitzt. Erst, wenn das Top/Kleid bis unter die Brust geht, werde ich mit dem Häkelmuster beginnen. Eventuell finde ich aber doch noch ein besonders schönes Strickmuster, welches ich dann nutze. Mal sehen…

Falls ihr euch nun wundert, dass ich von so vielen verschiedenen Mustern spreche, aber unter meine Bilder stets „Anleitung von DROPS Design“ schreibe, muss ich sagen, dass ich das Top von der Form her nach der Anleitung arbeitete. Wobei ich einige Änderungen aber im Muster vornahm. Außerdem wird mein Top viel länger. 😉

DSCN3405meine Hand mit dem bösen Bobbel, mein Bild

Eine wichtige Lektion habe ich bei dieser ganzen Verknäuelung aber gelernt: Bobbel und Wollknäuel sind schwierig zu bändigen, wenn schon einmal geribbelt wurde.

Daher habe ich nun eine neue Vorgehensweise: Ich wickel mir die geribbelte Wolle nur noch um den Bobbel und wickel ich mir einmal zu viel Wolle ab, kommt diese zurück auf den Bobbel. Mein Arbeitsfaden wird nie mehr länger als 20 cm sein. Somit kann er sich hoffentlich nicht mehr verknäulen.
Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und ihr musstet nicht so viel Blödsinn machen, wie ich, ehe ihr wieder stricken/häkeln konntet.
Wünsche euch einen wolligen Montagabend
Liebe Grüße

RiniHier geht es zur Fortsetzung: Bobbel verarbeiten Teil 14

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