Pflanzenbewässerung mit Wollresten

Guten Abend ihr Lieben,

Stille…Es ist gerade sehr ruhig neben mir. Bis vor ein paar Minuten war noch ohrenbetäubendes Geschrei. Nun schläft meine Kleine. Ich musste sie ganz lange im Tragetuch tragen, damit sie sich beruhigen kann. Aktuell zahnt sie nämlich.

Ihr fragt euch vielleicht, wieso ich so viel über meine Kleine schreibe? Sie war gestern und vorgestern und die letzten Tage „schuld“ daran, dass ich nicht schreiben geschweige denn handarbeiten konnte. Wieder haben wir eine kleine Reise gemacht. Die Goldhochzeit meiner Großeltern stand an und mit ihr jede Menge Stress, Romantik und Kindergeschrei.

Bevor es los ging, wollte ich unbedingt die Versorgung meiner Pflanzen garantieren, wenn wir nicht da sind. Immerhin wussten wir nicht, ob es nur für 4 Tage oder eine ganze Woche sein wird. Anders als bei unserem Kurzurlaub vorige Woche, wollte ich nicht um unsere Pflanzen bangen. Es ging zwar alles gut damals, aber mein Thai- und Zimtbasilikum litten doch ziemlich. Komischerweise war nach einem Tag wieder alles super und mein Basilikum sah aus, als wären wir nie weg gewesen.

Um dennoch auf der sicheren Seite zu sein, informierte ich mich vorab über verschiedene Möglichkeiten der Urlaubsbewässerung. Für meine Tomatenpflanzen wählte ich die Variante mit Plastikflaschen. Dafür muss man lediglich große 1,5 Liter Flaschen mit Wasserbefüllen und oben im Deckel ein kleines Löchlein pieksen. Dann gießt man seine Pflanzen und steckt in den Kübel die Flasche kopfüber hinein. Wichtig ist es, dass die Flasche so dicht wie möglich an den Wurzeln dran ist.
Meine kleinen Basilikumtöpfe auf der Fensterbank und meine Aloe-Vera bekamen eine ganz andere schöne Bewässerung.

DSCN3361mein Bild, meine Arbeit, Idee aus dem WWW

Ich las im Internet über die Bewässerung mit Wollfäden. Es ist super einfach und ich denke, jeder hat die Zutaten zuhause. 😉 Die Wollfäden sollten am besten aus Baumwolle sein. Diese saugt sich besonders gut voll mit Wasser. Bevor ihr mit der Bewässerung startet, solltet ihr die Pflanzen noch einmal ausgiebig gießen. Anschließend besorgt ihr euch einen großen Topf oder Eimer und füllt diesen voll mit Wasser.

Nun müsst ihr nur noch die Wollfäden nass machen und das eine Ende in Blumentopf stecken und das andere Ende in den Wassertopf. Wichtig ist, dass die Distanz zum Eimer nicht zu groß ist. Ich hatte ein wenig Bedenken, ob die Fäden nicht von alleine wieder herausfallen und verwendete lange Fäden, welche sich schön mit den anderen Fäden im Wasser verwickelten. Somit fielen sie nicht raus und ich konnte meine Kurzreise genießen.

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mein Bild…und ja, das bin ich 😉

Da sich das Wetter nicht für den Strand eignete, waren wir mit unserer kleinen Familie im Wald. 🙂 Wir hatten richtiges Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien die ganze Zeit, als wir unseren Ausflug machten. Direkt danach wurde es wieder grau und regnete.

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mein Bild

Seht euch diese wundervollen Farben an. Ich war so verliebt in diesen Wald. Es ist übrigens kein 0815-Wald, sondern mein Kindheitswald. So lang ich denken kann, sind meine Eltern mit meinen Geschwistern und mir immer sonntags in den Wald oder zum Strand gefahren. Deswegen reizt mich der Wald bis heute sehr. Ich finde den Gedanken unglaublich schön, dass meine Kinder dort spielen, wo ich früher in ihrem Alter spielte. Sie sollen eine Bindung zu diesen besonderen Orten aufbauen. *.*

Irgendwann beschlossen mein Mann und ich jedoch früher abzureisen. Am Ende war es einfach zu viel. Unsere Kinder schliefen nicht wirklich durch und wir krochen bald auf dem Zahnfleisch, da es kaum Verschnaufpausen gab, wie wir sie von unserem Leben daheim kennen.
Extrem gespannt betrat ich die Küche und war positiv überrascht. Das Bild, was ich euch oben gezeigt habe, schoss ich, als wir nach Hause kamen bzw. am nächsten Tag. Irre oder? Das System hat funktioniert! Weder der Aloe-Vera noch dem Basilikum ist irgendetwas passiert. 🙂 Genial!
Vor allem eignet sich die Bewässerung super für die Wollresteverarbeitung. Man benötigt ja nur ein paar Fäden. Wobei es auch sicherlich auf die Größe des Topfes und die Dauer der Abwesenheit ankommt, wie viele Fäden benötigt werden. In meinem Fall reichen jetzt noch die Fäden. Momentan muss ich noch immer nicht gießen. ^^
Übrigens die Tomatenbewässerung klappte ebenfalls 1A und wir konnten sogar eine Tomate ernten, als wir wiederkamen.
So und nun werde ich mal schauen, was der Abend für mich bereit hält. Vielleicht schaff ich es ja, mal wieder etwas zu stricken oder häkeln.
Ich wünsche euch einen wolligen Samstagabend.
Liebe Grüße
Rini

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