Zopfgummi mit Wollresten verbessern

Guten Abend ihr Lieben,

Manchmal kommen in einem die besten Ideen, wenn man gar nicht damit rechnet. So war das nun schon öfters bei mir. Kennt ihr das? Ihr regt euch immer wieder auf, dass nicht das richtige Zopfgummi dabei ist?
Vielleicht habe ich ja auch nur einen Tick, aber ich habe 2 Zopfgummi-Arten, die ich täglich verwende. Ein Zopfgummi für meinen GuteNacht-Zopf und eins für meinen Alltagszopf.
Als Mama müssen meine Haare stets zusammen gebunden werden, sonst schmier ich mir noch sonst etwas in die Haare. o.o Außerdem reißt meine Kleine gerne an meinen Haaren. Deswegen benötige ich für tagsüber ein Zopfgummi, welches sehr stabil ist. Gleichzeitig möchte ich aber meine Haare schonen und vermeide Gummis mit Metallverschluss.
Abends brauche ich stattdessen nur ein ganz weiches Zopfgummi. Es soll meine Haare nur sporadisch zusammen halten.
So…ohne Kinder und mit viel weniger Stress war meine Zopfgummi-Welt perfekt: Ich wusste stets, wo meine haarfreundlichen Zopfgummis waren. Nun allerdings verteilen sich diese in der gesamten Wohnung. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben, aber jetzt sind alle meine Tagsüber-Zopfgummis weg. Mein Mann hatte mir vor Ewigkeiten welche mitgebracht. Allerdings waren dies nur Nachts-Zopfgummis. Einige dieser fiesen haarfressenden Teile habe ich ebenfalls von ihm.
Und ratet mal, welche ich nun zuhauf im Badezimmer habe? Genau! Die haarfressende Sorte. Ich hatte schon mehrfach versucht, einfach meine weichen Zopfgummis für tagsüber zu verwenden. Dies endete allerdings in mehreren kleinen Katastrophen (rausgerissene Haare, Haare im Essen etc.). Also was mache ich heute?
Ich umhäkel meine Zopfgummis! Wie ich das genau gemacht habe, erkläre ich euch:
DSCN3199mein Bild

Ihr benötigt für die Zopfgummi-Verbesserung:

haarfressende Zopfgummis oder einfach welche, die ihr verschönern möchtet
1 Häkelnadel
Wollreste
1 Schere
1 Nadel
DSCN3200mein Bild, meine Arbeit, meine Anleitung und Hand

Alles, was ihr zum „Verschönern“ können müsst, sind Kettmaschen. Ihr umhäkelt das Zopfgummi so, als wäre es ein Fadenring, in den ihr Maschen häkelt. Wichtig beim Umhäkeln ist die Festigkeit der Maschen. Am besten häkelt ihr so fest, wie möglich und schiebt immer wieder eure Maschen zusammen, um kein Zopfgummi rausgucken zu lassen. Am Ende der Runde, müsst ihr lediglich eine Kettmasche häkeln und könnt den Faden abschneiden.

DSCN3206

                       mein Bild, meine Arbeit

Hier seht ihr meinen allerersten Versuch, ein Zopfgummi zu umhäkeln.  Da ich mein selbstgemachtes Resteknäuel verwendet habe, enthält die Arbeit viele Knoten. Deswegen konnte ich auch nur mit einer Häkelnadel 3,5 arbeiten. Alles andere wäre zu eng geworden. Außerdem müsst ihr beim Vernähen besonders aufpassen. Entweder verwendet ihr eine Nadel, die eine Öffnung hat, wo der Knoten eures Knäuels hindurchpasst oder ihr wählt meine „Ich-bin-zu-faul-die-richtige-Nadel-zu-suchen-Methode“.

Diese wählte ich aus Zeitmangel. Dafür verknotete ich den Anfangsfaden mit dem Endfaden, schnitt die Restfäden ab und vernähte mit einer identischen Farbe den entstandenen Knoten.

DSCN3205

mein Bild, meine Arbeit, meine Anleitung
Mit dem fertigen Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Wie man unschwer erkennen kann, gewinnt das Zopfgummi deutlich an Volumen. Das ist es mir aber wert, wenn ich nun wieder haarfreundliche Zöpfe machen kann. 🙂

DSCN3207

mein Bild und Kopf, meine Arbeit und Anleitung
OK, richtig fest und eng habe ich wohl nicht gehäkelt. Ein wenig Schwarz lugt noch hervor. Dennoch bin ich stolz auf meine Leistung. Es kam heute auch schon zum Einsatz. 🙂 Das wird bestimmt nicht mein letztes Zopfgummi-Upcycling sein.^^
Ich hoffe, euch hat mein kleiner Beitrag zur Wollreste-Verarbeitung gefallen.:)
Wünsche euch noch einen schönen wolligen Donnerstagabend 🙂
Liebe Grüße
Rini

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